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TV-Comedy

"Hapes halbe Stunde"

Folge 1

HAPE: Es ist Zeit für die Medienschelte der Woche, vorgetragen von unserer Medienexpertin Karin Frau Usenburger.

FRAU USENBURGER: Die Medienschelte der Woche! Die kommt jetzt. Heute zum Thema Reality TV. Wie weit darf der Boom noch gehen? Jeder kennt die Sendungen mit Alex, Kerstin, Andrea, Jürgen, Anneliese, Sabrina...

HAPE: Anneliese? Da war nirgendwo 'ne Anneliese drin.

FRAU USENBURGER: Kommt noch. Die sind doch alle wahnsinnig...

HAPE: Das ist nicht schlimm. Man darf nur kein Hirn und keine Innereien von ihnen essen...

FRAU USENBURGER: ...da wird rausnominiert und reingewählt, da wird hin und her nominiert und abgewählt. Und wieder rein und raus und ab und weg.

HAPE: Ja, Frau Frau Usenburger.

FRAU USENBURGER: Und wer bitte soll dem folgen? Ich versteh das auch gar nicht. Ich hab da komplett die Orientierung verloren. Hin- nominieren, abwählen und wieder zurück und raus und noch mal rein und hin und her...

HAPE: ...und ab und weg. Ja! Frau Frau Usenburger...

FRAU USENBURGER: Und warum haben die eigentlich auf dem Klo keine Kamera?

HAPE: Wozu - man sieht doch auch so genug Scheiße!! Vielen Dank Frau Usenburger. Ein Wegbereiter für das Reality TV war sicher die berühmt, berüchtigte Schattenwand. Zum ersten Mal konnten Menschen 1994, anonym einer breiten Öffentlichkeit ihre Probleme schildern. Unser Außenreporter Siegfried Schwäbli war damals zu Gast in der Sendung "Glückshasen, moderiert von der charmanten Sabine Sauer. Hinter der Schattenwand saß der Pechvogel des Jahres.

MAZ: Schwäbli- Schattenwand.

Studiomoderation.

HAPE: Ja, da war die Sabine echt sauer. So, und nun zeigen wir Ihnen, mit welcher Ausrede ich Frau Cybulla dazu gebracht habe, dass sie mir samstags morgens die Tür aufgemacht hat. Die Zeugen Jehovas sollten jetzt gut aufpassen.

MAZ: Frau Czybulla.

HAPE: Eine Fernseh-Sendung zu moderieren, das kann die Erfüllung eines Lebenstraums sein. Wenn man das will. Ich wollte das nie. Ich wollte eigentlich Popstar werden. Deshalb können Sie den nächsten Beitrag ankündigen Frau Usenburger.

FRAU USENBURGER: Wo steht das?

HAPE: Da! Da auf ihrem Teleprompter. Da steht alles, was Sie sagen.

FRAU USENBURGER: Alles?

HAPE: Ja. Auch was Sie jetzt gesagt haben!

FRAU USENBURGER: Unser Herr Kerkeling singt für Sie "Love Is In The Air". Aufgenommen vor der atemberaubenden Kulisse vom Klärwerk Garching! Stimmt das?

HAPE: Steht das da?

FRAU USENBURGER: (deutet auf T.P.) Ja. da!

HAPE: Dann stimmt's!

FRAU USENBURGER: Love is in the air.

MAZ: Love Is In The Air.

(Das Video wird unterbrochen !!!)

HAPE: Tja, das war's auch schon fast. Noch'n kurzer Schlussgedanke Frau Usenburger?

FRAU USENBURGER: Fernsehen ist gaanz, gaanz wichtig! - Bitte merken !

HAPE: Und es sichert Arbeitsplätze...vor allem in der Bier und Salzstangen- Industrie. Tschüß, bis zur nächsten Woche.

MAZ: Love Is In The Air -
(Darüber Abspann)


Folge 3

TEASER:

MAZ: Hape als Hase.

Studiomoderation.

HAPE: Guten Abend , meine Damen und Herren. Herzlich willkommen zu "Hase's Halbe St...äh.. Hape's Halbe Stunde"! Wieder mein Gast heute Abend, die Medienexpertin Karin Usenburger. Ich freu mich.

FRAU USENBURGER: N'abend, Herr Kerkeling.

HAPE: Frau Usenburger, N' Abend!

USEN: Ich freu mich, liebe Zuschauer!

HAPE: Das tue ich auch. Heute dreht sich bei uns alles um die Frage: Wie weit geht der deutsche Fernsehkandidat? Dazu haben wir herrliche Filme. So gesehen, sind wir heute Abend eher monothematisch, was?

FRAU USENBURGER: Sie sind so, ich nicht!

HAPE: Welcher brandheiße Zündstoff erwartet die Zuschauer denn in ihrer wöchentlichen Medienschelte?

FRAU USENBURGER: Quiz!

HAPE: Und warum?

FRAU USENBURGER: Weil (singt) "das ganze Leben ist ein Quiz".

HAPE: Lassen Sie doch die ollen Kamellen, ich war damals jung und brauchte das Geld! Unser erster Beitrag ist ein Wunschfilm von Frau Ursula Krannek aus Bad Honnef-Rottbitze. Sie schrieb: "Lieber Herr Kerkeling! Mit Freunden oder mit der ganzen Familie Chinesisch essen zu gehen, Thei, das ist immer ein fröhlicher Spaß! Vor allem, wenn die charmante Bedienung naht. Die meisten Kellner können ja nur bis 32 a zählen, denn da hört die Karte auf. Nicht so unsere Frau Lin-Ling Boji. Sie ist eine echte Fachkraft, ein echter Wok-aholic. Überzeugen Sie sich selbst!.

MAZ: Nahrungsmittel-Quiz.

Studiomoderation.

HAPE: Frau Usenburger, Viele Mitbürger daheim fragen: Wie wird man eigentlich so eine erfolgreiche Medienexpertin wie Sie ?

FRAU USENBURGER: Tja, also, morgens stehe ich um 6 Uhr auf. Ich bereite das Frühstück vor, dann wecke ich die Kinder und wasche sie alle. Dann helfe ich meinem Mann das Kickbord aufzubauen. Gegen 8 Uhr verlässt dann mein Mann mit den Kindern das Haus, und ich mache sofort den Fernseher an.

HAPE: Spannend. Und dann?

FRAU USENBURGER: Zuerst gucke ich auf RTL 2 "Eine Hausfrau zum Knutschen" danach läuft auf Super Channel der Spezialkochkurs "Zeit sparen, schneller kochen" dann schalte ich ganz schnell um auf Vox und sehe noch das Ende der Brasilianischen Fernsehserie "Angst, Wut und soo wenig Hoffnung". Ne ganz spannende Serie. Danach kommen die Kinder nach Hause und bis zum Mittagessen gucken wir "Bimbambino", "Risiko", "Call TV", "Vera" und danach essen wir ganz schnell am Mittag. Den Nachmittag verbringen wir sinnvoll mit "Imhof", "Türck" und der Wiederholung von "Bärbel" vom Vortag. Dann ist auch schon fast wieder Abend und nach " Die Quiz Show 1 und 2, "Wer wird Millionär?" und "Wer wird Papst?"guck ich dann meistens abends noch die Erotikreihe "Täglich ran!"

HAPE: Meine Güte, Frau Usenburger, wie schaffen Sie das denn alles?

FRAU USENBURGER: Wer? Ich? Ich kokse!

© Hape Kerkeling, Angelo Colagrossi, Sabine Bode

Foto: Hape Kerkeling, Karin Schieck

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